Hochtemperaturtrockner für Flammschutzmittel im industriellen Maßstab

Bei der Herstellung von Flammschutzmitteln spielt ein geringer Restwassergehalt im ppm-Bereich eine entscheidende Rolle. AVA hat einen Flammschutztrockner entwickelt, der die zuverlässige und effiziente Herstellung von Flammschutzmitteln in Chargengrößen bis zu 20.000 Litern ermöglicht.

Viele Kunststoffe sind hydrophob. Sind Wassermoleküle in der Polymermatrix eingeschlossen, binden diese nicht an das Polymer und wirken sich negativ auf die mechanischen Eigenschaften des Materials aus. Daher müssen Flammschutzmittel, die den Kunststoffprodukten zugesetzt werden, einen möglichst niedrigen Feuchtigkeitsgehalt haben. Oft erfordern die Spezifikationen Endfeuchten im ppm-Bereich. Um einen derart niedrigen Feuchtigkeitsgehalt innerhalb einer angemessenen Trocknungszeit zu erreichen, wird der Vakuumtrocknungsprozess unter Hochvakuum bei maximaler Produkttemperatur durchgeführt. Beispielsweise ist für einige Organophosphorverbindungen eine Prozesstemperatur über 300 °C nicht ungewöhnlich.

Der AVA Vakuumtrockner vom Typ HTC-VT kann gut an diese Anwendung angepasst werden. Der Trockner ist mit einem Heizmantel ausgestattet, der mit Thermalöl auf bis zu 350 °C aufgeheizt werden kann, während der Druck im Trockner mit einer Vakuumpumpe auf <100 mbar abs abgesenkt wird, um das Verdampfen der Feuchtigkeit zu beschleunigen. Im HTC-VT-Trockner wird das Produkt nach dem Schleuder- und Wirbelprinzip in mechanische Turbulenzen versetzt. Das bewirkt einen intensiven Wärme- und Stoffaustausch. Das gesamte Produkt wird so innerhalb kurzer Zeit homogen getrocknet. Der häufige Lastwechsel (Temperatur sowie Druck) ist eine große Herausforderung für den Aufbau des Trockners, insbesondere für Maschinen im industriellen Maßstab. AVA besitzt das umfassende Prozess- und Konstruktionswissen, um zusammen mit dem Kunden die optimale Lösung für die Trocknung der Flammschutzmittel zu erarbeiten.

AVA Horizontaltrockner HTC-VT

Flammschutzmittel sind Chemikalien, die brennbaren Materialien, z. B. Kunststoffen und Textilien, zugesetzt werden, um die weitere Ausbreitung des Feuers im Brandfall zu verhindern oder zu verlangsamen. Organohalogen- und Organophosphorverbindungen sind neben anorganischen Flammschutzmitteln (Metalloxide und -salze) die wichtigsten Arten von Flammschutzmitteln. Im Vergleich zu den Organohalogenverbindungen weisen die Organophosphorverbindungen eine höhere Wärmebeständigkeit und eine höhere thermische Stabilität auf. Besonders in Europa sind Organophosphorverbindungen bevorzugt.

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